Auf Sylt in Munkmarsch und List bestand und besteht der Inselchronometer, die exklusive, limitierte Sonderedition der Hentschel Hamburg Uhrenmanufaktur, Freilufttests im extremen Sylter Klima
Im Juli hat Andreas Hentschel auf Sylt seinen Inselchronometer konsequent weiterentwickelt und verbessert. Tests im Salzwasser der Nordsee und UV-Beständigkeitsprüfungen unter der Sylter Sommersonne standen auf dem Programm.
An der Angel
Vom Hafen in Munkmarsch aus stach das Hentschel-Team mit der „Mia“ von Kapitän Oke Jessen in See, um die Wasserdichtigkeit des Inselchronometers direkt im Salzwasser der Nordsee zu testen. An Bord des Schiffes wurden zwei unterschiedliche Prüfungen durchgeführt, die ungewöhnlich anmuten: Ein Inselchronometer wurde inklusive Armband an einer Angel befestigt und für fünf Minuten in etwa eineinhalb Meter Tiefe ins Meer hinabgelassen. Nach dem Einholen der Angel war schnell klar: der Chronometer ist nicht „havariert“, kein Wasser ist eingedrungen, und auch das Armband hat das Tauchmanöver unbeschadet überstanden.
Im Schlepptau
Als zweiter, echter Härtetest wurde ein Gehäuse des Inselchronometers in einen Nylonstrumpf verpackt und an einer Schiffsleine verknotet. Die Leine wurde anschließend von Heck des fahrenden Schiffs aus ins Meer geworfen und hinter dem Schiff hergezogen. Dieses Manöver wiederholte das Hentschel-Team mehrfach bei wechselnden Geschwindigkeiten des Schiffs: Fuhr die „Mia“ anfangs noch zaghafte drei Konten schnell, waren es beim letzten Durchgang acht. Der Chronometer tanzte in seiner Nylon-Verpackung als Spielball der Wellen auf der Gischt, wurde hin und her geworfen und immer wieder unter Wasser gezogen. Nah jedem Testlauf war die Spannung größer: Hat der Chronometer gehalten? Ja, er hat. Auch der Wellenritt bei acht Knoten Schiffsgeschwindigkeit konnte dem Inselchronometer nichts anhaben.
Sonne über Sylt
Hoch hinaus ging das Hentschel-Team bei einem weiteren Klimatest: In List enterte Andreas Hentschel das Dach des Alfred Wegener Instituts, um dort zwei Inselchronometer dauerhaft zu befestigen. Die beiden Uhren mit unterschiedlichen Zifferblättern sind nun für mindestens acht Wochen Wind, Wetter und vor Allem der Sonne ausgesetzt. Durch diesen Freiluftversuch soll die UV-Beständigkeit der Zifferblätter geprüft und – wenn alles gut geht – bestätigt werden.
Aus- und Einblicke
An insgesamt vier Terminen präsentierte Andreas Hentschel im Hotel Rungholt in Kampen exklusiv die ersten Prototypen des Inselchronometers. Aber nicht nur das: Im Rahmen seines Vortrags „Reise ins Innere der Uhr“ gab er Einblicke in das Innenleben von Armbanduhren, klärte über Qualitätsmerkmale auf und beantwortete die zahlreichen Fragen des interessierten Publikums.
Schlagworte: Inselchronometer
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